Smarte Quartiere


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  • 24. September 2015

Projektdauer: 2014 – 2015

Überblick

Das Talgutquartier, bestehend aus Siedlungen verschiedener Genossenschaften, wird mittelfristig saniert werden. Dieses Momentum soll genutzt werden, um zusammen mit den Genossenschaften Massnahmen zur Reduktion von Energie- und Ressourcenverbrauch auf der Quartiersebene zu entwickeln. Dabei stehen Massnahmen im Fokus, welche auf einer technischen oder organisatorischen Vernetzung basieren. Das Quartier bietet insofern einen geeigneten Rahmen für solche smarte Massnahmen, als dass dort die Wege kurz sind, persönliche und digitale Interaktion möglich sind und die Lebensqualität im Vordergrund steht.

Ziel

Das Ziel des Projektes ist es, die Sanierungen so zu gestalten, dass der Energie- und Ressourcenverbrauch reduziert werden. Dazu werden zusammen mit den Genossenschaften verschiedene technische sowie gemeinschaftsorientierte «Bausteine» (= Massnahmenpakete) herausgearbeitet. Die Erkenntnisse werden im Leitfaden «Smarte Quartiere» für Genossenschaften, Arealentwickler und Städte/Gemeinden zusammengefasst.

Vorgehen

Zu Beginn wurde eine qualitative Analyse des Quartiers erstellt. Dazu wurden mit den Akteuren diverse Punkte, wie Stakeholder, Aktivitäten, räumliche Situation und Zukunftsvorstellungen, diskutiert und herausgearbeitet. Parallel dazu wurde ein Katalog von Smart-City-Massnahmen aus Forschung und Praxis erarbeitet und daraus Massnahmen für die Quartiersebene abgeleitet. Mit den Genossenschaften zusammen wurden diejenigen Massnahmenpakete ausgearbeitet, welche zur Situation und zu den Bedürfnissen im Talgutquartier passen. Dazu wurden Fachpersonen zu den jeweiligen Themen beigezogen.

Ergebnis und Folgerungen

Für das Talgutquartier wurden folgende drei Massnahmen vertieft und für die Umsetzung angedacht:

  • Gemeinsame Nutzung der Grünflächen und Freiräume
  • Mobilitätsmanagement: Sharing-Systeme von Transportmitteln und -infrastruktur, Service-Infrastruktur (z.B. Lastentransporte, Reparaturen)
  • Anzeige des eigenen Energieverbrauchs und nachbarschaftliche Energieberatung

Der aus dem Projekt entstandene Leitfaden «Smarte Quartiere» übersetzt das Konzept Smart City auf die Quartiersebene, enthält einen Katalog von 20 smarten Massnahmen für Quartiere und beschreibt ein Vorgehen, wie solche Projekte gestartet werden können.

Ein niedriger Ressourcenverbrauch bei gleichzeitiger Steigerung der Lebensqualität lässt sich nur durch gemeinsame Ziele und konkrete Projekte in Quartieren erreichen.

Folgende Punkte sind dabei wichtig:

  • Gemeinsame Planung braucht Kommunikation
  • Langfristige Zusammenarbeit von verschieden Akteuren in einem Quartier ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Projekte
  • grosses Potenzial in «normalen» Bestandsquartieren: Nachhaltigkeit durch smarte und passende Projektideen à optimale Nutzung der lokalen Ressourcen

Die Massnahmen des Leitfadens „Smarte Quartiere“

Kontakt

ZHAW – School of Engineering – Institut für Nachhaltige Entwicklung
Evelyn Lobsiger
Technoparkstr. 2
8400 Winterthur
058 934 70 21
kaev@zhaw.ch
www.ine.zhaw.ch

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