Licht nach Bedarf


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  • 21. September 2018

Projektdauer: Startet im November 2018

PROBLEMSTELLUNG

Bereits jetzt sind verschiedene «smarte» Projekte im Bereich der öffentlichen Beleuchtung in und um Winterthur im Gange. Eine bedarfsorientierte Beleuchtungssteuerung von Velowegen in Wülflingen bei der Schützenwiese oder die intelligenten LED-Leuchten in einem Wohnquartier im Eichliacker sind erste Beispiele von erfolgreich umgesetzten Projekten.

Nun soll die öffentliche Beleuchtung der Stadt Winterthur Schritt für Schritt noch intelligenter werden – gerade auch an den Hauptverkehrsstrassen. Weil diese aber nochmals massiv komplexer sind und andere Anforderungen erfüllt werden müssen, braucht es dafür neue Ideen und Technologien.

PROJEKTBESCHRIEB

Die Lösung: Smarte Beleuchtung von Hauptverkehrsachsen durch eine dynamische Steuerung der Leuchten. Dabei kommen spezielle Radarsensoren zum Einsatz, welche den Verkehrsfluss analysieren und dementsprechend die Helligkeit der Leuchten bedarfsgerecht regulieren. In den bisher realisierten Projekten wird das über einzelne Sensoren gelöst, welche die Strasse bei Bewegung mit Normhelligkeit beleuchten und sonst nur ein Orientierungslicht erzeugen. Neu kommt ein vernetztes, steuerbares Funksystem mit LED-Leuchten zum Einsatz, mit dem die Beleuchtung an die Verkehrsmenge angepasst, stufenweise gedimmt wird.

Als Erstes müssen Erfahrungen mit dem neuen Erfassungssystem gesammelt werden. Dazu werden im Pilotbetrieb an der Tösstalstrasse Radarsensoren montiert, die verschiedene Verkehrsdaten erfassen können. Zunächst wird aber nur die Anzahl vorbeifahrender Fahrzeuge gemessen. Als Referenz fungiert dabei ein bereits vorhandenes Zählsystem.

Später sind auch weitergehende Erfassungen möglich, bei denen z.B. zwischen Auto, Lastwagen oder Velo unterschieden werden kann. Damit soll eine noch genauere Klassifizierung sichergestellt werden.

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NUTZEN

Für die Bevölkerung ergeben sich vier Hauptnutzen. Erstens wird eine optimale Ausleuchtung der Verkehrswege erreicht. Die Verwendung von live Verkehrsdaten führt zu einer verkehrsflussabhängigen, intelligenten Regelung der öffentlichen Strassenbeleuchtung. So kann zweitens viel Energie gespart werden, da die Strassen nur ausgeleuchtet werden, wenn auch tatsächlich Bedarf vorhanden ist. Drittens führt dies auch zu einer Reduktion der Lichtemissionen für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Umwelt. Viertens können die Daten aus der Verkehrsflussanalyse auch für weitere Projekte, etwa in der Verkehrsplanung oder zur Erstellung von Lärmkatastern, eingesetzt werden.

TIMING

Die neuen Radarsensoren sollen bis Ende November 2018 installiert und in Betrieb sein. Danach beginnt die 6 Monate dauernde Testphase, in der die Sensorik überprüft und die Daten ausgewertet werden. Je nach Verlauf können danach weitere Strassen mit den Radarsensoren ausgerüstet werden.

Kontakt

Stadt Winterthur
Pionierstrasse 7
8400 Winterthur

smartcity@win.ch
smartcitywinterthur.ch

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