Smart City Winterthur Dashboard


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  • 5. September 2018

Projektdauer: Gestartet im Juni 2018

PROBLEMSTELLUNG

Die Projektidee entstand ursprünglich aus dem Bedürfnis der Energiefachstelle nach besseren Verkehrsdaten. Bislang stehen keine zuverlässigen, flächendeckenden und kontinuierlichen Sensordaten zur Verfügung. Die heute installierten Induktionsschlaufen bieten zudem kaum Angaben zur Zusammensetzung der Fahrzeuge oder Geschwindigkeiten. Mit neuen «Internet of Things»-Sensoren könnte diese Lücke geschlossen werden.

Diese neuen Daten könnten aber auch für andere Fachstellen und Endanwendungen interessant sein, wie z.B. für die öffentliche Beleuchtung oder die Luftschadstoffberechnungen. Doch bisher fehlte eine geeignete Plattform, um die erhobenen Daten bereichsübergreifend nutzen zu können.

PROJEKTBESCHRIEB

Genau hier setzt die Projektidee an: Mit der Schaffung einer gemeinsamen, übergeordneten Plattform können unterschiedliche Departemente und Abteilungen der Stadt auf einfach Art Sensordaten bereitstellen bzw. abrufen.

Als Partner konnte dabei die Zürcher Firma Hivemind AG gewonnen werden. Die Hivemind-Plattform bietet eine Sammlung von modernsten Technologien und Tools an. Damit können unterschiedlichste IoT-Lösungen schnell verbunden und implementiert werden. Eine einfache und durchdachte Benutzerführung ist ein weiterer Vorteil des cloudbasierten Systems.

Für den Testbetrieb werden in einem ersten Schritt Daten von Bewegungsmeldern und Klimaloggern (Gebäudemanagement) sowie Pegelstandsensoren, einem Verkehrsradar und einem Lärmpegelmessgerät erhoben. Die Daten sollen in einem übersichtlichen Dashboard dargestellt und von verschiedenen städtischen Stellen genutzt werden können.

Dashboard
Ziele_Dashboard

NUTZEN

Die Plattform ist übersichtlich aufgebaut und bietet zahlreiche Funktionen. Eine interaktive OpenStreetMap-Karte bietet einen praktischen Überblick über alle Sensoren. Zudem können mit verschiedensten Fachanwendungen Daten ausgewertet und Aktionen ausgelöst werden. Mit der intuitiven System-Umgebung können Daten zudem bequem in verschiedene Kategorien segmentiert werden.

Da zahlreiche Sensorschnittstellen und variable Datenverbindungstypen vorhanden sind, bietet die Plattform die nötige Flexibilität für die verschiedenen Abteilungen und Bereiche der Stadt. Zu den möglichen Anwendungen gehören Klima-Monitoring, Schallpegelmessungen von Verkehrslärm, Pegelstandmonitoring von Gewässern und Regenbecken, Füllstandmessungen in Containern, Parkplatzmonitoring, Überwachung von Fernwärmeleitungen und viele mehr. Davon profitieren könnten z.B. die Verkehrsabteilung (Verkehrsaufkommen und -Zusammensetzung), die Energiefachstelle (Lärmschutz), der Umwelt- und Gesundheitsschutz (Luftschadstoffe und Klima), Stadtwerk Winterthur (verkehrsabhängige Strassenbeleuchtung, Fernwärmeüberwachung), die Stadtpolizei (Parkplatzbewirtschaftung) und weitere.

Die Sammlung, Aufbereitung und Darstellung von Sensordaten ermöglichen ein umfassendes Monitoring. Daraus lassen sich zielgerichtete Massnahmen ableiten, die durch die gewonnene Genauigkeit Ressourcen schonen. Die Möglichkeiten sind dabei äusserst vielfältig: Die bereits erwähnten Einsatzgebiete sind nur eine Auswahl möglicher Themen und es ist davon auszugehen, dass mit der Entwicklung neuer und kostengünstigeren Sensoren auch die Zahl der möglichen Einsatzgebiete steigt.

TIMING

Die Plattform befindet sich bereits im Testbetrieb und soll bis Ende 2018 im Rahmen der Smart City Anschubfinanzierung die Möglichkeiten und Vorzüge eines solchen Systems demonstrieren.

Kontakt

Stadt Winterthur
Pionierstrasse 7
8400 Winterthur

smartcity@win.ch
smartcitywinterthur.ch

Unsere Projektpartner